Wie hat sich die Wahrnehmung von Nachrichten durch Social Media verändert?

Social Media on Februar 21st, 2011 3 Comments

Durch diesen interessanten Artikel “Die Neudfeinition der Nachrichtenlandschaft” bei netzwertig.com, fiel mir eben auf, wie sich meine eigene Nachrichten-Rezeption verändert hat.

Beispiel Plagiatsvorwürfe zu Guttenberg

Diese “Nachricht” war mir so lange egal, bis jemand in meinem Facebook-Netzwerk eine interessante Diskussion gestartet hat, über die ich ein persönliches Interesse am Thema aufbauen konnte, mich informiert habe und dann an der Diskussion teilnehmen konnte.

Das fällt mir immer häufiger auf. Den isländischen Vulkanausbruch habe ich letztes Jahr wahrgenommen, weil die Teilnehmer der re:Publica darüber twitterten, dass sie wegen abgesagter Flüge nich nach Hause kamen.

Den Fluglotsenstreik in Spanien im Dezember 2010 bemerkte ich erst, als ich am GAT in München stehen blieb und nicht nach Valencia fliegen musste.

Für mich werden immer mehr Nachrichten erst relevant, wenn Sie mich persönlich und mein Leben und meine Arbeit betreffen. Daher habe ich auch die Aufstände in Ägypten nur am Rande verfolgt. Vor einigen Jahren hätte ich noch vorm TV mitgefiebert, Artikel geschrieben, Medien-Sammlungen zusammen gestellt usw.

Werde ich jetzt einfach nur älter, egozentrischer und ignoranter oder filtere ich meine Nachrichtenwahrnehmung nur effizient?

Wie sieht das bei Euch aus?

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3 Responses to “Wie hat sich die Wahrnehmung von Nachrichten durch Social Media verändert?”

  1. Sebastian Kr sagt:

    Hach, niemand liest mehr Zeitungen..
    Ich kann das gut nachvollziehen, dass man nach Jahren des Mediensturms lernt nur Sachen wahr zu nehmen die einen auch wirklich interessieren. So oder so wird alles durch Medien vorzensiert aber ich halte es für kritisch wenn man auf neue Entwicklungen nur durch Freunde bzw Freundesfreunde aufmerksam wird. Die Interessen überschneiden sich ja ohnehin meist (sonst wäre man nicht befreundet), das führt dann dazu, dass man im eigenen Saft brät. Damit läuft man Gefahr seine freie Meinung nach und nach zu nivellieren um sich der des sozialen Netzes anzupassen.

  2. Navadas sagt:

    Ich lese noch Zeitungen aber es ist fakt, die Masse schwimmt im Medialen Strom.
    Bei mir ist es häufig so das ich dinge erst wahrnehme wenn mir das irgendwie veranschaulicht wird. Ich selber Interessiere mich für relativ wenig. Vorallem was Politik angeht.
    Es ist durch Facebook nun mal so, das viele erst aufmerksam werden wenn sich das verhältnismäßig viele andere angeschaut haben. Etwas positives hat das. Die Polizei nutzt es für die Verbrechensaufklärung. Kluger Schachzug.

  3. custom essay sagt:

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